Jedes Theme ist der Geschmack von jemand anderem. Dreißig davon gehören zu Codeshot, jeweils in einer hellen und einer dunklen Variante, und eines passt meistens gut genug — aber gut genug ist eine seltsame Messlatte für ein Bild, unter dem dein Name steht.

Auf dem Mac musst du dich damit nicht mehr zufriedengeben. Einstellungen → Themes gibt dir ein eigenes Theme: dreizehn Farben, eine Vorschau, die sich beim Auswählen sofort mitändert, und eine Datei, die du jemandem in die Hand drücken kannst.

Wo es steckt

Öffne die Einstellungen von Codeshot und geh auf den Tab Themes. Links steht die Liste deiner Themes. Mit + legst du eines an, mit entfernst du das ausgewählte.

Rechts siehst du ein Beispiel-Snippet im gewählten Theme, darunter ein Namensfeld und darunter die Farbliste. Alles auf diesem Panel ist live: Ändere eine Farbe, und das Beispiel darüber wird sofort neu gezeichnet.

Zwei Bedienelemente sind wichtig. Das Namensfeld benennt das Theme um. Use This Theme macht es zu dem Theme, mit dem die App tatsächlich zeichnet — ein Theme zu bearbeiten wechselt nicht dorthin, und genau diesen Schritt vergisst man gern.

Die dreizehn Farben

Ein Syntax-Theme sind nicht dreizehn gleich wichtige Entscheidungen. Zwei bestimmen die Stimmung, elf erledigen die Arbeit.

Farbe Wofür sie gilt
Background Das Papier hinter dem Code
Plain Text Alles, was das Highlighting nicht beansprucht — Satzzeichen, Klammern, Operatoren
Keywords let, var, struct, func, return
Strings Text in Anführungszeichen
Numbers Zahlenliterale
Comments Kommentare und Dokumentation
Declared Types Typen, die im Snippet selbst definiert werden
Library Types Typen aus dem Framework — String, View, CGFloat
Functions Namen von Funktionen und Methoden
Members Eigenschaften und Member, die an etwas anderem hängen
Variables Variablennamen
Annotations Property Wrapper und Annotationen, @State und Verwandte
Attributes Attributnamen, vor allem in Markup-Sprachen

Du musst nicht alle dreizehn mit unterschiedlichen Farben füllen. Themes, die sich gut lesen, kommen meist mit vier oder fünf Farbtönen aus und wiederholen sie: Typen und Funktionen teilen sich einen, Schlüsselwörter und Annotationen einen anderen. Dreizehn verschiedene Farben sind kein Theme, sondern ein Obstkorb.

Eine Reihenfolge, die funktioniert

Fang mit Background und Plain Text an und bring dieses Paar in Ordnung, bevor du irgendetwas anderes anfasst. Jede weitere Entscheidung wird an den beiden gemessen — wer sie zuletzt trifft, trifft alle anderen zweimal.

Dann die Comments, und zwar gedämpft. Kommentare sind das eine Token, das zurücktreten soll — sie sind Kontext, nicht Code. Ein Theme, in dem die Kommentare so laut sind wie die Schlüsselwörter, wirkt unruhig, egal wie gut die restliche Palette ist.

Danach Schlüsselwörter, Strings und Zahlen — dort landet in echtem Code der größte Teil der Farbe. Typen, Funktionen und Member kommen danach, und die letzten paar dürfen ohne Weiteres Farben wiederholen, die du schon vergeben hast.

Schau nach jedem Schritt in die Vorschau, nicht erst am Ende. Das Panel ist genau dafür da, die Palette an echtem Code zu beurteilen — Farbwähler lügen, Code nicht.

Was du vor der Farbwahl wissen solltest

Kontrast ist keine Kür. Code-Bilder werden in einer Timeline verkleinert, bei Tageslicht auf einem Handy angesehen und von der jeweiligen Plattform noch einmal komprimiert. Eine zurückhaltende, kontrastarme Palette, die in voller Größe edel aussieht, ist unlesbar, wenn sie beim Publikum ankommt. Was in der Vorschau schwer zu lesen ist, ist im Feed verloren.

Vermeide reines Schwarz als Hintergrund, außer du exportierst mit Transparenz oder auf einen dunklen Untergrund. Vor einem hellen Wallpaper wirkt #000000 wie ein Loch. Die guten dunklen Themes liegen genau deshalb meist zwischen #1F1F24 und #282C34.

Kommentare und normaler Text müssen sich unterscheiden. Landen sie bei ähnlicher Helligkeit, verschwimmen Prosa und Code zu einem grauen Block, und die Form des Snippets verschwindet.

Übernimm ruhig dein Editor-Theme, aber prüfe es außerhalb des Editors. Ein Xcode-Theme ist auf ein großes Fenster am Schreibtisch abgestimmt. Dieselben Farben in einem 1000 Pixel breiten Bild auf einem Handy sind etwas anderes und vertragen meist etwas mehr Kontrast als das Original.

Ein Theme weitergeben

Das Menü unten an der Theme-Liste importiert und exportiert Theme-Dateien.

Export schreibt das Theme als Datei heraus, Import liest eine wieder ein. So kommt ein Theme von deinem Mac auf deinen anderen Mac, in ein Backup oder zu jemandem im Team — und erst das macht eine gemeinsame Hauspalette für mehr als eine Person praktikabel.

Wann die mitgelieferten dreißig die bessere Antwort sind

Ein eigenes Theme lohnt sich, wenn du regelmäßig Bilder produzierst und sie wie eine Serie aussehen sollen — eine Reihe von Beiträgen, die Dokumentation eines Produkts, Folien für einen Vortrag.

Für ein einzelnes Snippet lohnt es sich nicht. Die dreißig, die die App mitbringt, sind alle sauber gestaltet, kommen alle hell und dunkel und sind zwei Klicks entfernt. Vergleiche sie nebeneinander und nimm das, was zum Snippet passt.

Der Editor ist für den Fall da, dass du genau das schon getan hast und die Antwort immer noch fast war.